Archiv des Autors: Redaktion

Nach 50 Jahren: „Kaleidoskop“ – Verein für Nachbarschaftshilfe Meckenheim e.V.  – stellt seine Arbeit ein!

Meckenheim. – Nach fünf Jahrzehnten engagierter Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen stellt der Verein „Kaleidoskop“ seine gemeinnützige Arbeit ein. Im Oktober 2025 wurde der Verein aufgelöst; damit endet eine Ära gelebter Solidarität in Meckenheim.

Das Kaleidoskop hat über diese lange Zeit Geschichte geschrieben.

Seinen Ursprung hat „Kaleidoskop“ im Jahr 1973: Damals wurde – noch unter dem Dach der „Frauen Union“ – die „Kleiderstube“ von Liselotte Goetz gegründet.

Aus dieser Kleiderstube entwickelte sich dann Schritt für Schritt ein gemeinnütziger Verein. In den Kellerräumen der Katholischen Grundschule in Meckenheim wurden die überwiegend von Privatpersonen gespendeten Kleidungsstücke von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sortiert, aufbereitet und für ein paar Cent verkauft. Nicht nur Bedürftige, sondern auch viele andere Bürgerinnen und Bürger wussten die günstigen Preise und die hohe Qualität der Ware zu schätzen. Der gute Ruf lockte sogar Kunden aus umliegenden Städten und Gemeinden wie Bad Godesberg, Bad Neuenahr und Bad Münstereifel an. Mit der Zeit erweiterte sich das Sortiment auf Kleidung für Damen, Herren, Kinder sowie Schuhe, Taschen, Accessoires, Haushaltswaren, Bett- und Tischwäsche, Dekorationen, Spielsachen und mehr – ein „Kaufhaus für Jedermann“.

Mit 20 bis 25 Ehrenamtlichen erwirtschaftete der Verein Jahr für Jahr durchschnittlich   40.000 Euro, die an bedürftige Meckenheimer Bürgerinnen und Bürger sowie an soziale Einrichtungen gespendet wurden – unter anderem an die Tafel, die Seniorenarbeit, die Flüchtlingshilfe und an viele Projekte für Kinder und Jugendliche. Auch die Meckenheimer Schulen wurden regelmäßig unterstützt, etwa durch Zuschüsse für Aktionen im Sport- und Kulturbereich, und alteingesessene Vereine wie Schützenverein, Pfadfinder, Stadtsoldaten und Jugendfeuerwehr erhielten regelmäßig Hilfe. Zu den geförderten Maßnahmen zählten unter anderem Sprachkurse für Geflüchtete, Freizeiten im Rahmen der Inklusion, Essensgeld für Schulkinder, Theaterprojekte an Grundschulen sowie Seniorenfahrten. Auch Einzelpersonen und Familien erhielten in besonderen Notlagen finanzielle Hilfen.

Für dieses nachhaltige und verlässliche Engagement wurde der Verein vielfach geehrt. Zum 30-jährigen Jubiläum konnte sich „Kaleidoskop“ in das Goldene Buch der Stadt Meckenheim eintragen, zudem erhielt die Kleiderstube die Ehrennadel der Stadt. Über Jahrzehnte hinweg war das „Kaleidoskop“ damit ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Meckenheim.

Nach dem Tod der langjährigen Vorsitzenden Johanna Schneider wählten die Mitglieder im März 2013 Marianne Mickley zur 1. Vorsitzenden und Jutta Gogoll zur 2. Vorsitzenden. Gemeinsam mit einem aktiven Vorstand und dem Team von Ehrenamtlichen führten sie den Verein bis heute.

Das große Highlight des Vereinsjahres war der jährliche Basar im Meckenheimer Schützenhaus, es kamen viele Besucher und Kaufinteressenten, um die übers Jahr gesammelten Spenden zu kaufen. Dazu gab es Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Würstchen.

Während der Corona-Pandemie 2020 musste der Betrieb zunächst vorübergehend eingestellt werden und die Räume wurden mit viel ehrenamtlichem Engagement pandemiekonform umgestaltet, sodass die Arbeit unter strengen Schutzmaßnahmen weitergeführt werden konnte.

Kurz darauf zerstörte die Flutkatastrophe 2021, nach nur zwei Tagen regulärer Öffnung, die bisherigen Räume samt Inventar und Ware. Obwohl dadurch das 50. Jubiläum und die geplanten Feierlichkeiten im Rahmen des alljährlichen Basars nicht stattfinden konnten, schaffte es der Verein trotzdem, aus den noch vorhandenen Beständen 24.000 Euro zu verteilen – unter anderem an das Café Sofa, die Ökumenische Hospizgruppe, Kindergärten, inklusive Vereine und viele andere gemeinnützige Vereine.

Nach den schweren Krisen war die Motivation der Mitglieder zum Wiederaufbau der Kleiderstube aber zunächst ungebrochen.  Die Stadt Meckenheim teilte uns dann im Frühjahr 2024 mit, dass die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr zu Verfügung gestellt werden können.  Die bereits vorher eingeleitete Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumlichkeiten blieb leider ohne Erfolg. Als endgültig keine Hoffnung mehr zur Weiterführung der Kleiderstube bestand, beschlossen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in einer Mitgliederversammlung den Verein aufzulösen.

Mit der Auflösung im Oktober 2025 endet die 50-jährige Geschichte der „Kleiderstube“, des „Kaleidoskop“. In dieser Zeit waren die Meckenheimerinnen und Meckenheimer in irgendeiner Form Teil dieses Projekts – als Spenderinnen und Spender, als Ehrenamtliche, als Kundschaft oder als Menschen, die Unterstützung für sich, ihren Verein oder ihre Einrichtung erhalten haben. Zurück bleibt ein beachtliches Vermächtnis, unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, konkrete Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen, gelebte Nachhaltigkeit und ein starkes Zeichen dafür, was Nachbarschaftshilfe in einer Stadt bewirken kann.

Insgesamt wurden in diesen 50 Jahren 2 Millionen Euro erwirtschafte; ein Kaleidoskop der gelebten Solidarität, Nachhaltigkeit und Nachbarschaftshilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen, das Meckenheim noch lange in Erinnerung behalten wird.

Kleiderstube

Liebe Kundinnen und Kunden,

leider ist es immer noch nicht absehbar, wann wir unsere Kleiderstube nach der Flutkatastrophe wieder öffnen können. Die Stadt Meckenheim hat mitgeteilt, dass wir künftig unsere bisher genutzten Räumlichkeiten, die durch die Flut 2021 samt Inventar völlig zerstört worden sind, nicht mehr nutzen dürfen. Neue geeignete und bezahlbare Räumlichkeiten konnten bis heute nicht gefunden werden.

Sobald sich neue Erkenntnisse ergeben, teilen wir Ihnen dies mit.

Ihr Kleiderstubenteam

Hilfe „em Veedel“: 27.000 Euro-Spende der Kleiderstube Kaleidoskop für bedürftige Meckenheimer Bürger auf traditionellem Wohltätigkeitsbasar

Seit nunmehr schon 46 Jahren gibt es die Kleiderstube Kaleidoskop, die sozusagen „em Veedel“ im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bedürftigen Meckenheimer Bürgern unter die Arme greift. Der jährlich stattfindende Wohltätigkeitsbasar im November ist für die 22 engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kleiderstube unter Leitung der Vorsitzenden Marianne Mickley stets ein besonderer Tag. Ausgewählte Bekleidung, Schuhe und Taschen, Schmuck, Bücher, Haushaltswaren und Kinderspielzeug werden in der Schützenhalle zum Kauf zu sozialen Preisen angeboten.

Wie in den vergangenen Jahren wurde während des Basars ein großer Teil der im Laufe des Jahres durch die Mitarbeiterinnen des Vereins erwirtschafteten Geldmittel an rund 800 bedürftige Meckenheimer Bürger verteilt. In diesem Jahr unterstützte die Kleiderstube Familien und Einzelpersonen, insbesondere Alleinerziehende, mit einem Gesamtbetrag von rund 27.000 Euro – für viele ein willkommenes vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Der stellvertretende Bürgermeister Michael Sperling, der sich viel Zeit für seinen Besuch nahm, dankte Marianne Mickley und ihren Mitstreiterinnen für ihre ehrenamtliche Arbeit im Rahmen der Nachbarschaftshilfe.

Auch in diesem Jahr erwies sich der Wohltätigkeitsbasar wieder als großer Publikumsmagnet; die Einnahmen des diesjährigen Basars konnten sich sehen lassen. „Mit diesem Betrag“, so die Schatzmeisterin Petra Zorn, „haben wir wieder eine gute Basis geschaffen für unsere Meckenheimer Nachbar­schaftshilfe im nächsten Jahr“. Die stellvertretende Vorsitzende Jutta Gogoll wies noch einmal darauf hin, dass in der Kleiderstube jeder einkaufen kann: „Alle Kunden sind gern gesehen. Wir sind ein ganz normaler Second-Hand-Laden und das einzige ‚Kaufhaus’ in Meckenheim, das von Knöpfen über Spielsachen zu Kleidung, Schuhen und Haushaltswaren alles im Angebot hat“. Sobald sich um 10.00 Uhr die Türen öffneten, strömten die Besucher in Scharen in die Schützenhalle. Bis zum Ende des Basars herrschte reges Treiben und die Kleiderstuben-Damen hatten alle Hände voll zu tun. Zwischendurch konnten sich die Besucher bei Kaffee, Kuchen, kleinen Speisen und Getränken stärken.

Die Kleiderstube in der Schützenstraße 15 ist immer dienstags von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Sachspenden werden dienstags von 9.00 bis 11.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr entgegengenommen. 

Foto: Die Kleiderstuben-Damen

500 Euro für Meckenheimer Pfadfinder

Die gemeinnützige Kleiderstube des Vereins Kaleidoskop – Verein für Nachbarschaftshilfe Meckenheim e. V. unterstützt die Meckenheimer Pfadfinder in diesem Jahr mit einem Betrag von 500 Euro. Die Vorsitzende der Kleiderstube, Marianne Mickley, hob die große Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit der Pfadfinder und deren gesellschaftliches Engagement in der Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen hervor. Die Padfinder vom Stamm der Swabidua unter der Leitung von Adina Klein, Alexander Schertl und Stephan Wahlen wollen die Zuwendung insbesondere für die Finanzierung von Materialien für die Zeltlager nutzen.

Heinz-Georg Vater ist Ehrenmitglied

Die Eheleute Ingeborg und Heinz-Georg Vater sind dem Verein besonders zugetan. Dabei hat Herr Vater fast 20 Jahre die Aufgaben als Schatzmeister wahrgenommen und den Verein durch seine verlässliche, treue und vorausschauende Arbeit vorangebracht. Er hat mit viel Fleiß und Akribie den Weg des Vereins in die „moderne Zeit“ geebnet und die Schaffung und Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen für die damals doch neue Aufgabe der Führung eines Zweckbetriebes vorangetrieben.

Zur Anerkennung seiner Leistungen ist ihm in der Mitgliederversammlung am 07. März 2017 die Ehrenmitgliedschaft verliehen worden.

3000 € für die internationale Förderklasse

Kaleidoskop e.V. hat der Geschwister-Scholl-Hauptschule 3000 Euro für die internationale Förderklasse gespendet. Marianne Mickley, unsere Vorsitzende, übergab in den Verkaufs-räumen des Vereins einen entsprechenden Scheck an Peter Hauck, den Schulleiter der Schule. Bei der Übergabe anwesend waren neben den Mitgliedern von Kaleidoskop auch Bürgermeister Bert Spilles, der Vorsitzende des Fördervereins der Geschwister-Scholl-Hauptschule Wolfgang Krüger und die Klassenlehrerin der Förderklasse Hille Enkler.

Bei der internationalen Förderklasse geht es darum, überwiegend aus Flüchtlingsfamilien stammende Kinder – inzwischen 21 an der Zahl – in einer gemeinsamen Klasse zu unterrichten. Gemeinsam ist den Kindern, dass sie kein Deutsch können, zum Teil sind sie Analphabeten. Nur so, erläuterte Schulleiter Peter Hauck den Anwesenden, könne man ihnen überhaupt eine Chance bieten. Er betonte, dass man nicht warten könne, ob eventuell vom Land Fördermittel zur Verfügung gestellt würden. Man müsse den Kindern jetzt helfen und dazu sei diese Spende ein willkommener und wichtiger Beitrag. Die Förderklasse sei kostenintensiv und personalintensiv, man brauche jeden Euro. Er sagte den Mitgliedern von Kaleidoskop herzlichen Dank.

Bürgermeister Spilles schloss sich als Schulträger dem Dank des Schulleiters an. Er fand Worte der Anerkennung für das große Engagement der Schule aber auch für die Solidarität und Hilfsbereitschaft von Kaleidoskop. In einer überschaubaren Gemeinde wie Meckenheim zu arbeiten sei insofern schön, als man die Akteure persönlich kenne und schnell die Netzwerke aktivieren könne. Das Geld dieser Spende sei mit Sicherheit gut angelegt.

v.l. Marianne Mickley, Bürgermeister Bert Spilles, Hille Enkler, Peter Hauck, Wolfgang Krüger, Jutta Gogoll

v.l. Marianne Mickley, Bürgermeister Bert Spilles, Hille Enkler, Peter Hauck, Wolfgang Krüger, Jutta Gogoll

 

Scheckübergabe

Scheckübergabe

Kaleidoskop spendet 1000 € für die Jugendfeuerwehr

Der Meckenheimer Verein für Nachbarschaftshilfe Kaleidoskop hat der Meckenheimer Freiwilligen Feuerwehr 1.000 Euro gespendet. Die Vorsitzende von Kaleidoskop, Marianne Mickley, übergab in den Räumen der Kaleidoskop-Kleiderstube in der Schützenstrasse symbolisch einen entsprechenden Scheck an Günter Wiegerhaus, den Wehrführer der Meckenheimer Feuerwehr.

Kaleidoskop 2014-01

Marianne Mickley stellte bei der Übergabe heraus, wie wichtig es für unsere Stadt sei, eine gut funktionierende und einsatzbereite Feuerwehr zu haben. Die Frauen und Männer des Löschzuges Meckenheim und der Löschgruppen Altendorf/Ersdorf, Lüftelberg und Merl hätten bereits häufig die Bürgerinnen und Bürger Meckenheims beschützt und Ihnen geholfen. Dafür wolle sie sich auch im Namen aller Meckenheimer bedanken. Die Spende solle dazu dienen, die Jugendarbeit der Feuerwehr zu unterstützen, denn es sei wichtig, dass es der Feuerwehr gelingt, weiterhin Jugendliche dafür zu gewinnen, sich für ihre Mitbürger ehrenamtlich einzusetzen.

Günter Wiegershaus bedankte sich für die Spende und versicherte die Verwendung des Geldes im Rahmen der Jugendarbeit. Angedacht sei die Beschaffung eines Zeltes für die Jugendfeuerwehr.